Was ist der Unterschied zwischen Mindestbestellwert und Mindestumsatz bei Gutscheinen?

Die meisten Kunden werden üblicherweise nicht so sehr auf die Feinheiten der Gutscheinbedingungen achten. Hauptsache der Gutschein wird beim Einkauf sichtbar berücksichtigt und korrekt abgezogen.  Die Frage nach dem Mindesbestellwert, Mindestumsatz, oder auch Mindesteinkaufswert stellt sich ja auch nicht so sehr beim Einkauf selbst, sondern dann, wenn ein Teil der Bestellung später retourniert werden soll.

Relevant ist die Unterscheidung zwischen Mindestbestellwert und Mindestumsatz bei Gutscheinen bei allen Formen von Mengenrabatten, d.h. je nach Warenwert oder Höhe des Einkaufs werden gewisse Rabatte in Prozent oder auch Euro gewährt. Der Einkauf in einer gewissen Höhe ist dabei Voraussetzung für den Erhalt des Rabatts.

Wie beim Onlineeinkauf recht häufig, werden bestellte Waren zum Beispiel bei Bekleidung oder Schuhen auch ggf. wieder zurückgeschickt bzw. retourniert. In diesem Fall ist dann zu klären, ob auch der erhaltene Gutschein bzw. Mengenrabatt verfallen ist. In Einzelfällen kann das sogar zur Nachzahlungen seitens des Kunden führen.

Beispiel: Mengenrabatt in Höhe von 25 Euro, wenn der Warenwert größer ist als 100 Euro

Artikel: 4 Produkte im Wert von jeweils 30€
Bestellwert: 120€
Grenze für den Rabatt: 100€
Preis der Bestellung am Tag des Einkaufs: 120€ – 25€ Gutschein = 95€

Wenn nun eines der Produkte a 30€ wieder retourniert wird, fällt der Warenwert unterhalb die 100€ Grenze für den Rabatt. Die Rechnung für die Retoure sieht dann so aus:

120€ Warenwert – 30€ Retoure = 90€.
Bezahlt: 95€
Erstattung für die Retoure: 5€

Einige Kunden sind an diesem Punkt vermutlich verwundert warum sie nur 5€ für das Zurücksenden der Ware gutgeschrieben bekommen haben und stellen die Kalkulation in Frage. An diesem Punkt werden dann auch die genauen Einlösebedingungen für den Gutschein betrachtet und die Definitionen auseinander genommen.

Unterschied zwischen Mindestbestellwert, Mindestumsatz und Mindeseinkaufswert

Grundsätzlich ist die oben beschriebene Rechnung intuitiv und jeder sollte verstehen, dass man den Gutschein nur bei einem tatsächlichen Einkauf oberhalb der definierten Grenze in Anspruch nehmen kann und Retouren berücksichtigt werden müssen.

In den Bedingungen für Gutscheine setzen viele Online Shops einen Mindestbestellwert an, der erreicht werden muss um einen Rabatt zu erhalten. Streng genommen bzw. ganz exakt im Sinne des Wortes betrachtet, wäre es demnach bereits ausreichend bei der Bestellung den gesetzten Warenwert zu übertreffen. Eine spätere Retoure dürfte demnach nicht mehr bei der Gewährung des Gutscheins berücksichtigt werden. Diese Spitzfindigkeit bei Online Shops anzubringen sollte allerdings wenig erfolgreich sein, denn rechtlich ist der Sachverhalt wohl relativ klar. Um die Einlösebedingungen klarer zu formulieren, verwenden manche Online Shops auch die Bezeichnung Mindestumsatz oder Mindesteinkaufswert. In diesem Fällen ist dann eindeutig klar, dass man für den genannten Betrag einkaufen muss und es nicht ausreicht erst viel zu bestellen und dann zu retournieren.


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